Dienstag, 30. September 2008

Schnitzerl von Radatz

Anlässlich einer kleinen Feier wollte ich meine Kollegen mit Schnitzeln erfreuen. Da ich kein Freund des Frittierens in meiner Küche bin, entschied ich mich dazu die Schnitzel bei Radatz zu kaufen. Herr Robert (die Fleischer Legende der Radatz Filiale am Rochusmarkt) nahm meine Bestellung (extra kleine Schnitzel, halb Schwein, halb Huhn) freundlich entgegen. Heute standen die fertigen Schnitzel hübsch verpackt zur vereinbarten Zeit (8Uhr früh) bereit.
9 Stunden später genossen meine Kollegen und ich die kleinen Schnitzerl kalt mit Kartoffelsalat und den üblichen Beilagen. Ich kann nur sagen: Ein Hoch auf Radatz Schnitzerl. Ausgezeichnete Panier, weit und breit keine Flachsen und netter Service.

Radatz am Rochusmarkt
Mo-Fr 7:00-18:15
Schnitzel: € 2,10

Montag, 29. September 2008

Dachstein Wochenende

Die folgenden Berichte sind mit Vorsicht zu genießen, denn alle Hütten und Gasthöfe wurde ausgehungert und mit Lungen voller Bergluft besucht, was die Urteilskraft zu Weilen ein wenig einschränken kann.

Bio Bauernhof Leitenmüllerhof
Ein steirisches Idyll an Fuße des Dachsteins in Unterleiten. Kräutergarten, Kühe, Schweine, Ziegen, Hasen … ganz so wie es sich gehört. Der Bauernhof von Regina und Toni erfüllt alle kitschigen Großstadt Erwartungen und den Komfort gibt es noch dazu. Wir wohnten in kuscheligen Zimmern mit Blick in den alten Steinobstgarten. Zum Frühstück gab es ein vielseitiges Buffet, wo sich für jeden Geschmack etwas fand. Nachmittags konnte man sich bei Café und Tee am Kuchenbuffett bedienen und Abends gab es ein 3-gängiges Menü mit Hauptgericht zur Wahl und Salat vom Buffet. Wir mochten vor allem den Radicchio Salat mit Ananas.
Nach der Bergtour laden Sauna und Dampfbad zum Entspannen ein und von den Ruheliegen lässt sich der Blick in den Obstgarten genießen. Oma’s Milchkaffee werden wir sobald nicht vergessen.

Ignaz-Mattis Hütte
Auf 1.986m liegt die Ignaz-Mattis-Hütte schön über dem Giglachsee. Nachdem wir durch den Schnee zur Hütte gestapft waren, kamen bei mir – obwohl erst Ende September- weihnachtliche Stimmung auf. Wir ließen uns in der kuscheligen Hütte nieder und genossen einen ausgezeichneten Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Der Hüttenwirt sowie seine Mitarbeiter sind sehr nett. Erwähnt sei noch die Toilette: Welch Freude für eine erschöpfte Wanderin solche Sauberkeit vorzufinden!


Dachstein Gletscherrestaurant

Überwältigt vom Panorama, dass sich uns von der Bergstation der Dachsteinbahn betraten wir das Dachstein Gletscherrestaurant. Da schlug einem der „Charme“ (????) der 70er Jahre entgegen. Das Selbstbedienungsrestaurant erwies sich als etwas chaotisch geführt und als kulinarischer Reinfall. Gefriergetrocknete Petersilie als Verzierung, Suppenwürfel Suppe etc. Da half nur die mitgebrachte Brettl Jausn und ein kräftiger Schluck aus dem Flachmann.

Gasthof Türlwandhütte
Nach der Talfahrt nahmen wir im Gasthof Türlwandhütte unsere letzte Urlaubsmahlzeit ein. Die bestellten Speisen - Kaiserschmarrn (mit Zwetschgenröster), Germknödel und Wienerschnitzel – waren alle ausgezeichnet und entsprachen unserer Erwartung. Ein zweiter Germknödel wurde nicht geordert, da man sich in der Diskussion „flüssige Butter vs. Vanillesauce“ nicht einig wurde.

Donnerstag, 25. September 2008

Cafe Nil

Ein Urlaubstag unter der Woche! Welch ein Genuss. Diesen beginnt man am Besten mit einem netten Frühstück. Mit Valentin und Nina traf ich mich also zu später Vormittagsstunde vor dem kleinen aber angeblich doch so feinen Cafe Orient. Aus einem unerfindlichen Grund war es leider geschlossen und so mussten wir unseren Hunger nach einem levantinischen Frühstück an einem anderen Ort stillen. Es regnete und war eisig kalt und so wichen wir ins gute alte Café Nil aus, in dem ich ja schon so manch angenehme Stunde verbracht habe.

Mit der üblichen Zeitverzögerung zur Bestellung bekamen wir alsbald 3 arabische Frühstück serviert. Dazu frischen Minztee. Auf unseren Tellern ließen uns der Anblick von Hommos, Falafel, Salat, cremiger Schafkäse und Oliven das Wasser im Mund zusammen laufen.

Zum krönenden Abschluss dann noch eine Melange und einen türkischen Cafe geordert und schon war ein perfektes Frühstück vorbei und wir mussten zurück in den Regen.

Einziges Manko: Wir saßen im Raucherbereich und der wird im Nil nun mal kräftig bequalmt. Nächstes Mal also in den Nichtraucherbereich.

Eckdaten

Adresse: 1070 Wien
Siebensterng. 39
täglich 10:00-24:00
arabisches Frühstück: € 8,60

Spätsommer Tarte

Eine Tarte, die die Düfte und Aromen des Sommers noch einmal zurückholt habe ich diese Woche gebacken. Und so schnell wie ich sie gebacken habe, war sie auch schon wieder weg ... und Sophie ist mir noch immer böse, weil ich nichts für sie retten konnte.

Spätsommer Tarte

Zutaten:
- 1 Packung TK Blätterteig (braucht 1,5h zum Auftauen)
- 2 gelbfleischige Pfirsiche
- 10 Zwetschgen
- 2 Feigen (gut waschen)
- 20 cl Creme Fraiche
- 50 g gemahlene Mandeln
- 1 Ei
- 1 EL Zucker

Zubereitung:
1°/ Den Blätterteig ausrollen und eine Tarteform damit auslegen (wer keine Tarteform hat nehme eine normale Springform) und den Backofen auf 180°C vorheizen. (Ober-Unterhitze)

2°/ Alle Früchte gut Waschen und in Scheiben schneiden. Die Tarte von außen nach innen belegen. Ganz außen mit den Pfirsichen beginnen, dann die Zwetschken und innen die Feigen Scheiben. NB: Natürlich können die Früchte nach Geschmack und Jahreszeit abgewandelt werden.

3°/ Den Guss vorbereiten: Creme Fraiche, gemahlene Mandeln, das Ei und den Zucker gut vermischen. Den Guss über die Früchte gießen. 30min. backen.

4°/ Wer möchte serviert zusätzlich noch Creme Fraiche oder Vanilleeis. .... schmeckt aber auch solo ganz wunderbar.


Restaurant Eisvogel im Prater

Anlässlich des Geburtstags meines Großvaters waren wir im Eisvogel im Prater essen. In Mitten der einzigartigen Architektur dieses Platzes befindet sich eben dieses Lokal. Der ehemalige Käse Sommelier des Steirerecks ist als Geschäftsführer in Amt und Würden.

Meine bösen Vorahnungen wurden nicht erfüllt. Das Lokal ist innen ausgesprochen gelungen. Man hat ausreichend Platz, die Einrichtung ist geschmackvoll gewählt und die Anzahl der Service Mitarbeiter überwältigt.

Was durfte ich genießen? Ich enthielt mich - mit Blick auf den Käsewagen - der Vorspeise. Als Hauptspeise: Tafelspitz mit Semmelkren. Das Fleisch und das Wurzelgemüse lagen in einer Semmelkren Sauce. Nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Das als Beilage servierte Rösti war ausschließlich fett und davon abgesehen geschmacksarm. 4 von 4 Röstiportionen wurden nicht aufgegessen, was eine gewisse Aussagekraft hat.

Zur Nachspeise wählte ich die Variation von böhmischen Mehlspeisen, die da sind: Nougat Knödel, Powidl Tascherl und Kirsch Kuchen. Alles köstlich und die dazu gereichten Fruchtsaucen sehr gut.

Abschließen schritten wir endlich zum Käsewagen. Der zuständige Kellner war leider ein wenig unwillig. Nach mehrmaligem Nachfragen ließen sich ihm aber dann doch einige Details zu den Käsen entlocken. Und ich kann nur sagen: Ein Genuss! Mein Auge war ein wenig irritiert, als das Süßwein Gelee aus einer alten Ketchup Flasche gequetscht wurde. Darüber kann man aber hinwegsehen.

Der Service war durchgehend sehr bemüht und phasenweise.

Alles zusammen ein Lokal, welches einen Besuch wert ist.
Eckdaten
Adresse: 1022 Wien
Riesenradplatz

Tel: 1 9081116 – 3100
Mo-So: 11:30 – 24:00
Menü: € 31,00

Dienstag, 16. September 2008

Topfenknödel

Es regnet, windet und ist eiskalt. Da hat Petrus wohl vergessen, dass wir erst September haben und ich mich auf rote Blätter, Altweibersommer etc. eingestellt hatte. Gut.... dann eben nicht! Gestern kam mir nach einer verfrorenen Nacht eine geniale Idee: ich könnte heizen. (ich gebe zu: der Gedanke war naheliegend ... aber....) So habe ich vorsichtig die Heizkörper angelassen und bin plötzlich unglaublich vergnügt ob der Plusgrade in meiner Wohnung. Als nächstes musste Seelenwärmendes Essen her: Topfenknödel. Flaumig, weich und dazu Dosenpfirsiche (jaja, böses Industrieprodukt, aber die passen einfach toll dazu ... bitte nicht gezuckert kaufen!)

Schon bald dampfte es in meinen Töpfen und Pfannen:

Topfenknödel

250g Topfen
80g Semmelbrösel
60g Gries
80g Butter, flüssig
2 Eier
3 EL Sauerrahm oder 4 EL Buttermilch
1/2 Zitrone, Schale und Saft
1 EL Vanillezucker
Prise Salz

  • Butter und Semmelbrösel vermischen, dann die restlichen Zutaten hinzufügen und gut verrühren.
  • 2h kühl rasten lassen
  • mit feuchten Händen 12 Knödel formen und in Salzwasser (siedend, nicht blubbernd) 8min garen. Ein gutes Zeichen ist wenn sie vom Topfboden an die Wasseroberfläche aufsteigen.
  • In einer Pfanne 100g Butter erwärmen und 100g Semmelbrösel beifügen. Erhitzen bis Brösel goldbraun werden. Nicht von der Pfanne weggehen und brav rühren (verbrennen ganz leicht). Ein wenig Zucker und eine Prise Zimt beifügen.
  • Topfenknödel aus dem Wasser heben und in Bröseln wälzen.
  • Anrichten und mit Pfirsichen servieren (oder Zwetschkenröster)

So sah das bei mir aus: